Grundschule Kissing

 

Lesen macht schlau

Facettenreicher Projekttag an der Grundschule Kissing

Einen Vormittag lang durften die Kinder der Grundschule Kissing in die fantastische Welt der Bücher eintauchen. Ziel war es, den Lesehunger der Kinder zu wecken und die Freude am Lesen zu entfachen. Dazu hatte die Schulfamilie einen Tag der offenen Tür mit über 30 Workshops und Bücherflohmarkt organisiert, der Kindern und Eltern einen Einblick in die Magie des Buches verschaffte. Eröffnet wurde der Projekttag von der Bläsergruppe unter Leitung von Hans Bader.

 „Wer viel liest, der wird reich mit Bildern im Kopf, doch wer niemals in ein Buch schaut, bleibt ein armer Tropf…“ sang daraufhin der Schulchor, begleitet von der Orffgruppe.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Schulleiter begaben sich knapp 400 Kindern mit ihren Eltern in Kleingruppen zu ihren Workshops.
   
 Kinder basteln den Buchstabenfresser Blindenschrift, authentisch gezeigt und erklärt von einer völltg blinden Frau
   
Leseralley in der Bücherei  Kinder halten eine Lesekonferenz
   
 Bewegungsdschungel in der Turnhalle  Basten eines Fadenbuchs
 Geheimschrift entziffern und selber schreiben  Lesen und Geometrie
   
 Monster - Lesezeichen basteln  Märchenstunde
   
 Friedenswerkstatt  Stabfiguren basteln
   
Irgendwie anders - wir lesen das Buch und machen ein Spiel  Golden stories - Wir lösen Rätselkrimis

 

So ein Lesevormittag macht Hunger und darum hatten Elternbeirat und Förderverein fest zusammengeholfen und bestens für Jung und Alt gesorgt. Ein gut besuchter Bücherflohmarkt des Fördervereins rundete den Projekttag ab. 

   
Um die Gruppen klein zu halten, mussten auch die Pensionisten herhalten und beweisen, dass sie ihr Handwerk noch nicht verlernt hatten. „Ich bin begeistert von den vielen Angeboten und der wunderbaren Atmosphäre im Schulhaus“, resümierte ein Papa.

„Und was hat den Kindernam besten gefallen?“ „Natürlich die Dschungelabenteuer in der Turnhalle“, da waren sich die Jungs aus den zweiten Klassen einig.

Unser Dank gilt allen, die zum Gelingen unseres Schulfestes beigetragen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Armin Pongs liest aus seinem Buch "Krokofil - Der Traumländer"

 In bewährter Tradition findet in diesem Jahr in vierjährigem Zyklus wieder unser Lesejahr statt. Aus diesem Grund haben wir den Autor Armin Pongs an unsere Schule eingeladen, der mit seiner Krokofil-Lesung die Kinder aller Jahrgangsstufen begeistern konnte.  

Im Vorfeld hatten die Schüler schon das Lied "Lesemillionär" gelernt, das aus Pongs neuem Buch "Die Sprache der Lieder" stammt. Die Kinder kamen auch in grünen Anziehsachen , mit grünen Halstüchern, Cappies oder Haarbändern, um sich mit der Hauptfigur, dem Krokofil zu identifizieren.

Pongs Ziel ist es, die Kinder zum Lesen zu begeistern, ihnen begreiflich zu machen, dass lesen Bilder im Kopf erzeugt, die wertvoller sind als alles andere. Je mehr man liest, desto mehr Bilder enstehen in den Köpfen der Kinder. Je mehr Bilder man im Kopf hat, desto reicher wird man. Mit dem Titel "Der Traumländer" möchte Pongs die Kinder dazu animieren, ihre Träume umzusetzen und ihren Zielen in ihrem Leben nachzugehen.

Krokofil ist ganz anders als alle anderen Krokodile. Er ist ein freundliches Krokodil, und er ist ein Traumländer, einer, der an seine Träume glaubt und alles daran setzt, sie wahr zu machen. Gemeinsam mit Prinzessin Anna Lucia verbringt er eine unbeschwerte Kindheit im Palast des Felsenkönigs. Als seine Freundin ihn allein im Palast zurücklässt, unternimmt er alles, sie wiederzufinden. Schon bald erkennt er, wie wichtig es ist, Freunde zu haben. Am Ende helfen sie ihm dabei, seinen Traum wahr zu machen.

Es gibt bei den Lesungen von Armin Pongs drei Regeln: Regel Nr. 1: Alle Kinder müssen leise sein und gut zuhören. Regel Nr. 2: Armin Pongs muss laut und deutlich lesen. Regel Nr. 3: Wenn der Autor sich verliest und "Krokodil" statt "Krokofil" sagt, muss er zehn Liegestützen machen. Mit diesem pädagogischen Tricks schaffte es Armin Pongs, dass ihm alle Grundschulkinder aufmerksam zuhörten. Außerdem bezog er die Schüler in seine Lesung ein.

 

Pongs fragte zwischendurch immer wieder nach, welche Bilder in den Köpfen der Kinder entsanden sind, fragte gezielt nach Textstellen, Dialogen oder Situationen in der Geschichte und belohnte die richtigen Antworten mit einem Lesestein aus seiner Schatzkiste. Die Schüler wurden somit animiert, beim nächsten Mal gut zuzuhören um auch einen Stein zu bekommen.

Auch das Wort "Krokodil" fiel, so dass Pongs seine Wette mit den zehn Liegestützen einlösen musste. Dazu holte er sich zur Unterstützung einige sportlich begeisterte Kinder aus dem Publikum.

Am Ende der Lesung sangen wir gemeinsam das Lied "Lesemillionär" und Pongs nahm seinen Zuhörern ein Versprechen ab: "Ab heute wollen wir weniger…" "fernsehen", riefen die Kinder dann laut. Und wir wollen "mehr lesen!"

Dafür bekamen jetzt auch noch alle Kinder, einen Lesestein aus Pongs Schatzkiste. Jede Klasse erhielt eine Lesemuschel, die seitdem jedes Kind einmal mit nach Hause nehmen darf, um an diesem Tag besonders viel zu lesen. Für die Kinder verflog die Stunde mit Armin Pongs viel zu schnell. "Was, ist es jetzt schon aus?", "Schade, das war so schnell vorbei" oder "Ich möchte wissen, wie es weiter geht!" waren die ersten Reaktionen der Kinder. Auf die Frage, was ihnen am besten gefallen hat antworteten sie: "Als die Prinzessin bei ihrer Hochzeit den langen Schleier getragen hat"  oder "Als ich mit dem Herrn Pongs Liegestützen machen durfte", "Ich finde toll, dass wir eine Lesemuschel für unsere Klasse bekommen haben".

Die Kinder konnten sich nach der Lesung alle Krokofil-Bücher von Armin Pongs zu einem Sonderpreis von zehn Euro bestellen. So wurden sie zusätzlich nochmal zum Lesen animiert und können doch noch erfahren, wie die Geschichte von Krokofil und Prinzessin Anna Lucia weiter geht.

Die Kosten für die Autorenlesung übernahm der Förderverein unserer Schule, wofür wir uns ganz herzlich bedanken möchten.

Malwettbewerb "Erfindungen verändern unser Leben"

 

Jeden Tag werden hunderte Erfindungen gemacht. Manche schaffen es nicht über eine Skizze hinaus und geraten wieder in Vergessenheit. Andere stellen die Welt auf den Kopf. Alle haben sie eines gemeinsam: Am Anfang steht immer eine Idee und die Willenskraft, etwas zu schaffen und zu erschaffen.

Dazu nahmen unsere Schüler Pinsel und Papier, Schere oder Kleber in die Hand und erstellten ihr eigenes, persönliches Bild, um somit am internationalen Jugendwettbewerb "Jugend creativ" der Volks- und Raiffeisenbanken teilzunehmen.

Zur Siegerehrung kam Herr Spicker aus der VR-Bank Filiale Kissing, um die schönsten Bilder zu ehren. Zu gewinnen gab es viele tolle Sachpreise für die drei schönsten Bilder einer Klasse und die drei Schulsieger.

 

 

1. Platz: Die Bahn

Samuel, 4c

 

 2. Platz: Hausaufgabenmaschine

Florian, 2a

 

 3. Platz: Babysitter-Roboter

Lilly, 4b

 

Die besten Leser der vierten Klassen lesen um die Wette

Wer liest am sichersten, wer betont am schönsten und wer zieht das Publikum am ehesten in seinen Bann? Dies zu entscheiden war keine leichte Aufgabe für die siebenköpfige Jury, bestehend aus Bürgermeister Manfred Wolf, Bernhard Spicker (Raiffeisenbank), Ingo Reiser (ehem. Rektor), Heidi Riedlberger (ehem. Lehrerin), Sandra Schimpfle (Bücherei), Laura Kneißl (Schülersprecherin der Mittelschule) und unserem Schulleiter Hermann Kollmansperger.

In der ersten Wettkampfrunde mussten die vier Klassenbesten einen vorbereiteten Text vortragen, den alle gut geübt hatten und mit Bravour vorlasen. Michelle entschied sich für eine Passage aus einem Buch der Conni-Reihe, Lilly las aus der Gangsta Oma, Victoria die Gespensterjäger und Nico aus Ronja Räubertochter. Erst in der zweiten Runde, als es galt, einen unbekannten Text zum Besten zu geben, kristallisierte sich der Sieger heraus. Die Nase vorn hatte Victoria und wird die Schule beim Landkreisentscheid vertreten. Dazu drücken wir natürlich alle die Daumen.

Speed Dating der Sportvereine

 

Bewegung ist Leben. Doch viele Kinder bewegen sich einfach zu wenig. Um dem entgegenzuwirken, hat sich Rektor  Hermann Kollmansperger etwas Besonderes einfallen lassen.

Regelmäßige Bewegung hat positiven Einfluss auf die motorische Leistungsfähigkeit, die kognitiven Fähigkeiten und damit auch auf die schulischen Leistungen. Dies beweist die „Studie tägliche Sportstunde“ der Uni Karlsruhe, die Birgit Dethlefsen vom Bayerischen Landes-Sportverband e.V. am letzten Donnerstabend den Eltern in der Aula der Grundschule vorstellte. Doch die Realität sieht anders aus: 14,8 Prozent der drei bis 17-Jährigen sind übergewichtig. Diese Zahl ist in den letzten zehn Jahren um die Hälfte angestiegen. 35 Prozent können bei Schuleintritt keine zwei bis drei Schritte rückwärts gehen. Dethlefsen rät deshalb den Eltern, dass das tägliche Bewegungspensum eines Kindes im moderaten Intensitätsbereich liegen sollte: Mindestens dreimal in der Woche sollten sie sich körperlich bewegen. Mit dem Sportunterricht in der Schule ist es aber nicht getan. Deshalb sollen sich Kinder im Ortsverein eine Sportart suchen, die zu ihnen passe. Dethlefsen bedauert: „Viele Eltern legen den Schwerpunkt eher auf die Fächer Deutsch und Mathematik. Da wird der Sport zum Nebenschauplatz!“ Auch die Logistik ist für viele eine Herausforderung. Dreimal in der Woche zum Sportverein hinfahren und wieder abholen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Doch das muss nicht sein. Denn auch in der Nähe gibt es viele tolle Vereine. Davon konnten sich die Eltern nun beim ersten „Speed Dating“ der Grundschule ein Bild machen. „Ich freue mich, dass wir so viele interessante Sportangebote aus Kissing dabei haben“, begrüßte Rektor Hermann Kollmansperger die Gäste.

Sechs Sparten verschiedener Vereine konnte er dazu gewinnen. Jede hatte zehn Minuten Zeit. Als erstes waren die Fußballer an der Reihe. Jugendleiter Günther Dichtl stellte alle Mannschaften, die Trainer und die Trainingsmöglichkeiten der Fußballabteilung des Kissinger Sportclubs vor. Direkt an der Paartalhalle befindet sich der Platz zum Trainieren. Vom 22. bis 25. Mai kommt die Fußballschule zum KSC – eine tolle Möglichkeit, einmal Fußballluft zu schnuppern. Die Radsportler stellten sich mit einem Film mit dem Titel „Akrobaten auf zwei Rädern“ vor. „Diese Sportart ist noch relativ unbekannt“, sagt Radball-Trainer Alfred Keller. „In Deutschland gibt es nur 300 Vereine.“ Mit einem normalen Fahrrad habe das nichts zu tun. Der Lenker hat eine spezielle Form und es gibt keine Bremse. Der ideale Einstieg für Radball sei für Jungen im Alter von sieben bis neun Jahren. Räder und Bälle stellt der Verein im Training bereit. Kunstradfahren sei dagegen eher etwas für die Mädchen. Für manche Übungen brauche man da schon mal zwei bis drei Jahre, bis man sie optimal beherrscht.

Auch der Tennisclub Kissing bietet tolle Trainings für Kinder an. Der Vorsitzende Harald Rinderhagen freut sich, mit Markus Häusler einen Top- Jugendtrainer gefunden zu haben. Einsteigen können Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren in der Ballschule. Ab 10. März kann zudem jeden Samstag von 9 bis 10 Uhr geschnuppert werden. Für Kinder von sechs bis 14 Jahren bietet Häusler ein Tennistraining an, das auf der Ballschule aufbaut.

Wer lieber in der Halle trainiert und gut mit dem Ball umgehen kann, ist beim Kissinger SC in der Abteilung Handball gut aufgehoben. Anke Kroll vom Jugendleiterteam stellte das Angebot vor. Kinder ab fünf Jahren können dort von Anfang an viel Spaß haben. Je nach Alter werden die Mannschaften zusammengestellt. Trainiert wird in der Paartalhalle. Im Sommer wird auch Beach-Handball gespielt.

Über 800 Mitglieder, davon 400 Kinder zählt die Turn- und Gymnastikabteilung des Kissinger SC, weiß die Abteilungsleiterin Beate Colditz. Das Angebot ist breit gestreut: von Akrobatik und Wettkampfturnen bis zum Ropeskipping und verschiedenen Tanzgruppen kann sich jeder das suchen, was ihm gefällt. Am 28. April zeigt die Turnabteilung zum 50-jährigen Bestehen in einem Turnzirkus ihr Können.

Wer sich gegen andere verteidigen möchte, der ist beim Aikido richtig. Jugendleiterin Sandra Rettenberger stellte den Verein vor. Geeignet ist Aikido für Kinder ab sechs Jahren, also genau richtig, wenn sie in die Schule kommen. Jeden ersten Freitag im Monat kann man zum Schnuppern vorbeikommen. Kissing hat also gezeigt, wie bunt die Vereinswelt ist. Jetzt haben die Eltern und die Kinder die Qual der Wahl.

Text und Foto: Sabine Roth, Friedberg

 

 

 

Copyright © 2013. All Rights Reserved.